WAS IST ROBINIENHOLZ ?

Die Robinie gehört zu den wertvollsten, europäischen Holzarten. Ihr Holz ist hart, zugleich zäh und elastisch, es schwindet wenig, ist biegeformbar, gut bearbeit- und polierbar, schwer nagelbar, schlecht tränkbar und sehr dauerhaft.

Die physikalischen Holzeigenschaften werden durch den Holzaufbau bestimmt. Die Robinie als typischer Ringporer besitzt im Frühholz zahlreiche, dicht nebeneinander gelagerte, breite Gefäße; im Spätholz herrschen dagegen mechanische Zellen vor, die in Streifen zusammenliegen. Der Spätholzanteil der Robinie ist mit 70% sehr hoch. Er korreliert eng mit der Dichte und den Festigkeitseigenschaften.

Resistenzklassen und Haltbarkeitszeiträume
Unter den europäischen Holzarten nimmt das Robinienholz aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen abiotische und biotische Einflüsse eine Sonderstellung ein.
In der Norm DIN-EN 350-2 sind die Holzarten nach ihrer Resistenz in Klassen eingeteilt (siehe Tabelle 1). Die Robinie ist die einzige in Europa kultivierte Holzart in der Resistenzklasse 1. Robinienholz kann demnach ohne Imprägnierung überall im Außenbereich eingesetzt werden und ist dadurch eine sinnvolle Alternative zum Tropenholz.

Resistenzklasse

1
sehr dauerhaft

2

dauerhaft

3
mäßig dauerhaft

4
wenig dauerhaft

5
nicht dauerhaft

Holzarten

Robinie

Eiche, Eßkastanie, Thuja

Douglasie, Kiefer, Lärche

Roteiche, Fichte

Buche,
Pappel

Tabelle 1: Resistenzklassen nach DIN-EN 350-2

Unter hiesigen Witterungsverhältnissen erliegt das Holz der Pappel nach 2 Jahren, der Buche nach 3-5, der Esche nach 7, der Lärche nach 10 und das der Eiche nach 12-15 Jahren der Fäulnis. Das Robinienholz ist diesen Hölzern diesbezüglich weit überlegen. Es steht selbst bei schlechter Qualität im Durchschnitt mindestens 20 Jahre im Boden. (nach GÖHRE 1952)

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