Get Adobe Flash player
Kontakt

Holz-Pur
Josef Schnyder
Geisselermoos
6206 Neuenkirch

T: 041 281 10 67
M: 079 783 16 48
F: 041 281 10 66

info(at)holz-pur.ch

Wissenswertes

Waldbauliche Behandlung

Die Robinie liebt Wärme und Licht, wobei der erfolgreiche Anbau eine mittlere Jahrestemperatur von 8°C bedingt. Vertikale Verbreitung bis ca. 1400 m ü. M.
Geringe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, für hoch-wertiges Nutzholz sollte der Boden gut durchlüftet, locker, mineralreich, nicht sauer und frei von Staunässen sein.
Bei der vegetativen Vermehrung darf nur Wurzelbrut gezogen werden. Die schlecht geformten Stockausschläge neigen zu Kernfäule und Zwieselbildung.
Bei der Pflanzung sollte ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden, damit langstämmige Bäume entstehen können.
Ziel der Bestandespflege ist die Herausbildung geradschaftiger, astfreier Stämme. Standort, Züchtung und Pflege sind von entscheidender Bedeutung. Ab 2./3. bis zu 7./8. Lebensjahr.

Wuchs und Schlag

Die max. Wuchshöhe beträgt ca. 25m, wobei die astfreie Stammlänge bei Bestandesschluss bis max. 10m betragen kann.
Im Alter von 50 Jahren kann mit einer mittleren Höhe von 22,5m und einem Durchmesser von 32cm gerechnet werden.
Die Stämme neigen zu krummschäftigkeit, Unrundheit und Zwieselwuchs, was zur forstwirtschaftlichen Geringschätzung für die Nutzholzerzeugung führt.
Das günstigste Hiebalter liegt bei ca. 40 – 50 Jahre, die grösste Massenleistung bei ca. 25 – 30 Jahren.
Der mittlere Zuwachs pro Hektar beträgt in den besten Wuchsjahren ca. 12,5m3 pro Jahr. (Ertrag ca. 250m3 pro ha)
Vitalität und Zuwachs lassen nach 50 Jahren deutlich nach, was zu kurzen Umtriebszeiten führt.
Die natürliche Lebensdauer beträgt ca. 100 Jahre

Der Wuchs der Robinie ist bei der Unterart Robinia Rectissima (Schiffsmastrobinie) kaum krumm oder verdreht

Ökologische Eigenschaften

Durch das ausgeprägte Herz- oder Senkwurzelsystem und den dichten Feinwurzeln bewährt sich die Robinie als Hangsicherung zur Befestigung von Böschungen und Schutthalden. Die stickstoffoxidierende und bodenverbessernde Wirkung hilft bei Aufforstungen von Flugsandböden und Ödlandflächen. Durch die relativ hohe Resistenz gegen Industrieabgase eignet sie sich vorzüglich zur Begrünung von Städten und Industriegebieten. Zum Aufbau von 1 Tonne trockenem Holz entzieht der Baum der Atmosphäre 1,85 kg CO2. Das Kohlendioxid bleibt im Baum gebunden auch wenn er gefällt wird. (Bei 380m3 Gesamtholzmenge pro Hektar sind dies ca. 245 to CO2!) Robinienholz ist eines der ganz wenigen aus europäischen Aufforstungen verfügbaren Hölzer mit erheblichem Potential, schwere und dauerhafte Tropenhölzer in ihren traditionellen Anwendungsgebieten ersetzen zu können. (EMPA Dübendorf)

Rinde der Robinie ist reich an Mineralstoffen bei einem Aschegehalt von 4,67 %, im Splint nur 0,98 und im Kern 0,26%. Die Rinde macht etwa 20 – 25% des Stammes aus, d.h., dass ca. 80 – 85% bei der Verbrennung anfallenden Aschemenge der Rinde entstammen. Die Rinde sollte deshalb im Wald belassen werden um einen Grossteil der Mineralstoffe dem natürlichen Kreislauf zurück zu führen.
Von den Nebenbestandteilen, 2 – 5% vom Kernholz, sind die Gerbsäuren und das Dihydrorobinethin für die Dauerhaftigkeit von Bedeutung.
In den Markstrahlen sind kristallartige Ablagerungen (Ca-oxalat und Ca-carbonat) zu beobachten, was zum schnellen Verschleiss der Bearbeitungswerkzeuge beiträgt.
Robinienholz ist sauer und wird in Verbindung mit Feuchtigkeit durch Metalle verfärbt. Rostfreie oder verzinkte Verbindungselemente anwenden.

Technologische Eigenschaften

Die technologischen Eigenschaften des Robinienholzes im Vergleich zu Eiche und Kastanie!

Das Robinienholz ist dem Holz der Eiche und dem der Kastanie weitestgehend überlegen. In der unten aufgeführten Tabelle sind die wichtigsten Werte dargestellt. Die Werte sind Mittelwerte und stammen aus der Untersuchung von Richter & al 2000.

Der Vergleich mit den bekannten Tropenhölzer, Bongossi, Bangkirai, Sipo, Bilinga usw. kann sich ebenfalls sehen lassen!!

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir liefern weitere Unterlagen gerne nach.

Eigenschaften Robinie Eiche Kastanie
Gewicht frisch (kg/m3) 930 1100 850
Netto Holzfeuchte waldfrisch (%) 39 75
Rohdichte bei 12 – 15% Holzfeuchte (kg/m3) 750 650 620
Biegefestigkeit (N/mm2) 150 110 100
Zugfestigkeit (N/mm2) 164 90 142
Elastizitätsmodul auf Biegung (N/mm2) 16200 13000 10800
Druckfestigkeit ( N/mm2) 86 65 52
Scherfestigkeit (N/mm2) 18 11 10
Schlagbiegefestigkeit (N/mm2) 13500 6000 5900
Zur Zündung erf. Wärmestrahlungsintensität (W/cm2) 2,6 2,5
Härte Brinell (N/mm2) 37 34 35
Heizwert / fm (kWh) 3000 2900
Resistenzklasse (EN 350-2) 1 – 2 2 – 3

Natürliche Dauerhaltbarkeit

Die Widerstandsfähigkeit der Robinie gegen biotische und abiotische Einflüsse (sog. natürliche Dauerhaltbarkeit) bezieht sich fast ausschliesslich auf das Kernholz.Neben der Gerbsäure trägt das Dihydrorobinäthin, das in Verbindung mit der Gerbsäure eine starke fungizide und insektizide Wirkung hat, hauptsächlich zur natürlichen Dauerhaltbarkeit bei. Daher auch die grün-gelb-braune Farbe.

Unter den europäischen Holzarten nimmt das Robinienholz aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen biotische und abiotische Einflüsse eine Sonderstellung ein.
In der Norm EN 350-2 sind die Holzarten nach ihrer Resistenz in Klassen eingeteilt (siehe untenstehende Tabelle). Die Robinie ist die einzige in Europa kultivierte Holzart in der Resistenzklasse 1. Robinienholz kann demnach ohne Imprägnierung überall im Außenbereich eingesetzt werden und ist dadurch eine sinnvolle Alternative zum Tropenholz.

Resistenzklassen 1  sehr dauerhaft 2dauerhaft 3Mässig dauerhaft 4Wenig dauerhaft 5Nicht dauerhaft
Holzarten Robinie, div. Tropenhölzer Eiche, Edelkastanie, Thuja Douglasie, Kiefer, Lärche Roteiche, Fichte Buche, Pappel
Baumart Natürliche Dauerhaltbarkeit im Boden (Jahre) nach Göhre Charakteristische Splintholzbreite (cm) Anteil der Kernholzmasse (%) bei verschiedenen Stammdurchmesser
30 cm 60 cm 75 cm
Föhre 10 6 36 64 75
Eiche 12 – 15 3 64 81 87
Robinie mindestens 20 1 87 93 96